Das Fahrende Volk
Das Fahrende Volk

Der Wandererzähler

Wandererzähler, was kann man sich darunter vorstellen? Das ist nicht so einfach, denn was nicht geschrieben steht, lassen viele Historiker nicht gelten, ist ihnen zu unbedeutend und meiden solche Themen wie sprichwörtlich, der Teufel das Weihwasser. Also lassen wir, um auch die Historiker zufrieden zu stellen, eine alte Quelle aus den Jahr 1615 hier zu Wort kommen, die wie folgt über solch einen Mann schreibt:

"...Mit Lust war ihm zuzuhören was er von der weißen Schlange, davon man viel sagt, und von verborgenen Schätzen erzählte...und nach Brauch und Gewohnheit des fahrenden Volkes durch dauernde Räucherungen zu unterstützen pflegte...Welche Leute er nicht gern um sich hatte, die trieb er aus der Stube durch einen Rauch etlicher Wurzeln, welche er auf glühende Kohlen warf. Die Leute wollten oder wollten nicht, sie mußten hinaus, und hinderte solcher Rauch die anderen im geringsten nicht...
... ohne das, daß er noch denselben Tag in einem wilden Wald reisen mußte, Kräuter und Wurzeln zu sammeln, blieb er an keinem Ort zwei Nächte, damit er nicht durch die Leute aufgespürt würde." (W.E. Peuckert)